Bericht des Vorsitzers zur Jahreshauptversammlung am 24.01.2017

Liebe Sportfreundinnen und –freunde,

wie befinden uns im 60sten Jahr der Vereinsgeschichte.

Viele Schwankungen haben wir miteinander durchgemacht, das Jahr 2016 macht da keine Ausnahme.

Im Erwachsenenbereich haben wir alle vorgesehenen Veranstaltungen durchgeführt. Teilweise mit beängstigend geringer Teilnehmerzahl.

Dann aber wieder waren alle Mann an Bord. Ich denke hier besonders an die:                                                                      -    Durchführung der deutschen Meisterschaft im Hegefischen.

15 Vereinsmitglieder waren eingebunden, sei es in der Vorbereitung und Durchführung, sei es als Aktiver.

-         oder an die Teilnahme bei der Bezirksmeisterschaft Brandungsangeln in Dahme. Mit 11 Mitgliedern waren wir vor Ort, und das auch noch erfolgreich.

 Also wie im Leben, ein ständiges Auf und Ab.

Ganz anders sieht es im Jugendbereich aus.

Nach der Bitte von Kurt ihn von seiner Aufgabe als Jugendwart freizustellen hat der Vorstand, hier insbesondere Hartmut, versucht die Jugendarbeit weiterzuführen. Es war aber im Grunde nur eine Verwaltung und keine Jugendarbeit mit Perspektive. Wir wissen es, wissen aber im Moment auch keine Alternative zu dem jetzigen Zustand.

Ein engagierter und motivierter Jugendwart ist nicht einfach zu ersetzen.

Viele Gespräche im Laufe des Jahres haben weder bei mir und ich denke auch bei meinen Vorstandskollegen nicht die Erleuchtung gebracht.

Es liegt heute auch mit an Euch, dieses Dilemma zu beenden, um wieder Jugendarbeit mit Blick nach vorne anzubieten.

 Im Jahr 2016 ist es wieder einmal mehr als deutlich geworden, wie abhängig wir von unserem einzigen Sportgerät, dem „Professor“, sind.

Hier eine Kleinreparatur, dort ein Kühlwasserverlust, dann ein Liegenbleiben auf See, Ölverlust. Und dann am Ende? Motorschaden!

Die Generalüberholung des Motors soll uns die Gewißheit geben noch viele Jahre mit dem „Prof.“ zu unseren wöchentlichen Angeltouren hinausfahren zu können, und die enormen Ausgaben sich somit auch als richtig erwiesen haben.

Aber: es ist und bleibt ein Schiff im hohen Alter.

Erbtanten wollen einfach besonders beachtet werden.

Kommen wir zu den Finanzen:

-         Unterm Strich                   - alles Paletti-

Aber: betrachten wir die Zahlen über viele Jahre hinweg kommen wir immer zu dem gleichen Ergebnis: Boot kann ohne Haus nicht und Haus kann ohne Boot nicht. Das ist wie einem alten Ehepaar.

In diesem Jahr hat das Haus mit einer Auslastung von 35 % ein Gutteil dazu beigetragen , daß unsere Finanzen weiterhin den uns selbst gegebenen Vorgaben entsprechen.

Solche Ergebnisse kommen nicht von alleine:

Sie bedeuten in der Vorbereitung und ganz besonders in der Betreuung unserer Gäste viel Aufwand sowie auch viel Fingerspitzengefühl.

Die Anzahl der jährlich wieder gemeldeten Urlauber bestätigt daß wir mit unserer Arbeit ganz zufrieden sein können.

Deshalb auch an dieser Stelle ein dickes Kompliment an Angelika für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren.

Kommen wir aber zum Wichtigsten, unseren Mitgliedern

Im letzten Jahresbericht erbrachten 177 Mitglieder = 13200,00 € an Mitgliedsbeiträgen auf. Am Jahresende waren es nur noch 159 Mitglieder = 12115,00 €.

Frage: wie kommt dieser Absturz

  1. a)Jedes Jahr wird die Mitgliederliste um langjährig säumige Zahler bereinigt.
  2. b)Etliche ältere Mitglieder die nicht mehr ihrer Leidenschaft fröhnen können, lösen ihre Mitgliedschaft auf.  Kurzer Brief, kein Dankeschön, kein Bedauern. Nix. Einfach so.

Natürlich fragen wir uns im Vorstand, und ich mich im Besonderen, wo mache wir Fehler? Erfragen wir die Wünsche unserer Mitglieder zu wenig? Hören wir nicht genau hin? Werden Mitglieder nicht genügend betreut?

Beispiel: eines der älteren Mitglieder kündigt zum Jahresende. Natürlich frage ich nach.

Antwort (wörtlich): „mein lieber Jürgen, ich hätte mir so oft gewünscht dass Du mich informierst, ob am Donnerstag Angelwetter für mich ist.“

Solche Antworten geben mir schon zu denken. Bin ich tatsächlich schon nur der „Büromensch“, sollte ich mehr vor Ort bei den Angelfahrten sein?

 Aber: der Aufgabenbereich im Vorstand ist klar definiert.

 Fehler?         Ist unser Angebot nicht ausreichend oder nicht breit genug ausgelegt?

-         Wir bieten im Jahr bis zu 78 Angelfahrten mit dem „Prof“ an.

-         Dazu 2-3 Sonderfahrten (sog. Buttangeln)

Der Jahresbeitrag beträgt 120,00 €

Vergleichbare Kuttertouren von Burgstaaken z.B. 4.000,00 €

dh. Eine Bootstour mit dem „Prof“ kostet umgerechnet 1,50 €, weniger als jede Tunneldurchfahrt, weniger als jede Busfahrt.

-         Zusätzlich bieten wir zum Selbstkostenpreis an:

  1. a)Forellenangel
  2. b)Friedfischangeln, und
  3. c)2x Burgstaaken

Bei der Preisgestaltung müßten wir uns normalerweise vor Anträgen nicht retten können.

Aufgabe für jedes Mitglied:

Immer und immer wieder die Vorzüge dieses Verein hervorzuheben.

Das bedeutet im Besonderen auch Angeln und Haus. Denn das Haus soll nicht nur für Urlaubsgäste geöffnet sein. Nein, jedes Vereinsmitglied hat das Recht die Vorzüge dieser schönen Anlage zu genießen.

Recht bedeutet aber auch Pflicht. Aber: Ich betone es immer wieder: was sich hier beim EHSFV bei dem Arbeitsdienst tut, übertrifft Alles was ich bisher gekannt hatte. 20-25 Mitglieder bei jedem Arbeitsdienst, wer nicht kann, meldet sich ab und stellt sich anderweitig zur Verfügung. Kein Mensch in meinem Umfeld nimmt mir diese Zahlen ab. Und keine Strafgeldandrohung? Nein!

Auch an dieser Stelle muß ich noch einmal sagen: ich ziehe meinen Hut vor Euch.

Aber nicht vergessen: Mitglieder werben

Was gibt es Neues auf Landesebene?

Ab dem Jahr 2017 gibt es eine überarbeitete Jahresmarke, die den angeschlossenen LSFV-Verbandsmitgliedern enorme finanzielle Vorteile bringen kann. Sie dient zur Legimitation an den LSFV-Angelgewässern.

Es sind nicht nur die stark vergünstigten Preise für NOK, ELK und Elbe, darüber hinaus ist in Planung (vsl Mai), das Angeln an den Seen in Stolpe, Dobersdorf, Schaalsee(Dargow), Einfeld und Westensee kostenfrei zu gestatten. Da an den Seen kaum Uferplätze vorhanden sind (Naturschutz), muß dann für den Angeltag ein Boot ausgeliehen werden.

In Vorgesprächen mit der Rechtsabteilung beim LSFV habe ich mich über mögliche Liegeplätze für unsere beiden Ruderboote erkundigt.

Der dafür Zuständige (Herr Bohn) wird mich im Laufe der Tage anrufen, um dann ein weiteres Vorgehen zu besprechen.

Übrigens Fahrzeiten: Lübeck-Stolpe                           60 Minuten

                                        Lübeck-Dobersdorf               75 Minuten           

                                        Lübeck-Westensee               90 Minuten

                                        Lübeck-Einfeld                      75 Minuten

                                        Lübeck-Dargow                     60 Minuten

Also ähnlich Entfernungen wie vergleichbare Forellenteiche.

Ärger gibt es bei einigen Vereinen im LSFV wegen der Nutzung von Bildern. RA-Kanzleien erheben Urheberrechtsansprüche und hohe Geldforderungen. wir werden unseren Aufnahmeantrag dementsprechend ändern, sowie eine Ausschlußklausel ins Vereinsheft setzen.

Ebenfalls Ärger bereitet die sog. Tierrechtsorganisation „PETA“ mit Strafanzeigen gegen Vorstände und Teilnehmer an Gemeinschaftsangeln. Hintergrund ist der Streit um das Wettfischen bei Ausgabe von Preisen und Wertungslisten.

Wir haben in der Vergangenheit bereits Sorge getragen und keine Veranstaltung publik gemacht. Ich denke hier besonders an:

-         Dreiländerkampf in Lübeck

-         2x dt. Meisterschaften

-         Div. Bezirksmeisterschaften

Bewußt haben wir auf Presseberichte verzichtet. Obwohl es den Bekanntheitsgrad des EHSFV unter den Anglern mit Sicherheit vergrößert hätte.

Was gibt es Neue im VDES

-         Zum Jahresende hat der Kassenwart des Bezirkes Nord mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt. Eine Nachfolge ist noch nicht in Sicht.

-         Im September findet in Irland eine Weltmeisterschaft im Friedfischangeln statt. Teilnehmer vom EHSFV ist Jürgen Schmidt. Momentan liegt eine Anfrage eines Teilnehmerlandes vor bezüglich Auswirkungen durch Brexit. Eine Antwort steht aus.

Neues gibt es dann auf der JHV im März.

Ich bedanke mich bei Allen, die mir im Laufe des Jahres zur Seite standen.    

Ich danke Euch fürs Zuhören.                                                           

 

Jürgen Schmidt